Heutzutage ist im öffentlichen Diskurs viel die Rede von Realitätsverweigerung und Politikversagen. Ich habe als Blogger zu dieser Kritik selbst Einiges beigesteuert. Man fragt sich dann immer wieder mal, ob man eigentlich noch etwas an Fakten und Einsichten zu vermitteln vermöge, was nicht schon anderswo verfügbar ist und was jede(r) sich bei Bedarf selbst beschaffen kann. Vielleicht liegt ein möglicher Ausweg darin, dass man Themen miteinander verknüpft und so eine ungewöhnliche neue Perspektive gewinnt. Meine heutige Verknüpfung lautet Spaemann-Rushkoff.
Bei der Abstimmung über Doris Leuthards Energiegesetz im Mai 2017 wurde der Bevölkerung ein weitgehend autarkes Energiesystem vorgegaukelt. In der Bevölkerung sind Autarkieträume verbreitet, auch beim Thema Energie. Mein Fazit gleich vorweg: Grüne Energiepolitik bedeutet nicht Autonomie – ganz im Gegenteil. Dazu hatte ich meine Argumente bereits vor rund drei Jahren in einem Artikel in der Weltwoche dargelegt. Heute ergänze ich diesen mit zwei neuen ausländischen Stimmen.
Da flattert mir heute, wie von der Vorsehung gesendet, das neuste Enegiejournal von „energieschweiz“, der Propaganda-Plattform des Bundesrats für die Energiewende, ins Haus. Im publizierten Interview spricht Energieminister Albert Rösti, Chef des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, eines der Grundprobleme schweizerischer Politik an: „Seit 2011 diskutieren wir über die Energiewende, nun wäre es an der Zeit, die Beschlüsse umzusetzen..." Express auf einem Irrweg? Lieber nicht.
Immer deutlicher zeigt sich der Irrweg, auf den die Schweiz mit der Fukushima-Leuthard-Energiewende mit Atomausstieg eingeschwenkt ist. Inzwischen ist gemäss einer neuen repräsentativen Umfrage, die das Umfrageinstitut Sotomo für die Zeitung "Blick" durchführte, mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten für einen Ausstieg aus dem Atomausstieg. Das Projekt Energiewende basierte seit Beginn auf wackeligen bis unrealistischen Annahmen.
Die deutsche Finanz-Plattform "wikifolio" publizierte am 16. Mai eine Agenturmeldung über den vom belgischen Parlament beschlossenen Ausstieg aus dem "Atomausstieg". "wikifolio" fügte im Kommentar dazu noch an, dass es immer wieder deutsche Forderungen nach der Stilllegung von belgischen Kernkraftwerken nahe der deutsch-belgischen Grenze gegeben habe. Der deutsche Energiewende-Alleingang lässt Nachbarländer nicht unberührt.
Diese Woche wurde ihr Blog-Autor von einer Grippe niedergestreckt. In der noch andauernden Phase der Rekonvaleszenz erlaube ich mir einen nicht so anstrengenden Beitrag. Heute nahm es mich wunder, wie sich eine bestimmte Anlagekategorie entwicklet hat, von der ich mich vor einiger Zeit getrennt hatte. Seit Beginn im Jahr 2007 erzielte die Investition eine annualisierte „Rendite“ von minus 6,24%!