Die Abstimmung vom 14. Juni über die Volksinitiative ‹Keine 10 Millionen-Schweiz› hat wieder gezeigt: Politische Journalisten lieben den Stadt-Land-Graben. Kaum waren die Resultate nach Gemeinden bekannt, überboten sich die Medien in Betrachtungen über diesen ominösen Graben. Sogar im Weltblatt NZZ stand: «Ein Blick auf die Gemeindekarte zeigt einen Stadt-Land-Graben: Ausgerechnet dort, wo der Dichtestress wahrscheinlich am grössten ist, stimmten die Menschen eher Nein.» Auch Professor Reto Knutti, der bekannte ETH-Klimaforscher, lieferte seine Analyse - mit einer kaum versteckten politischen Botschaft.
Ferienhalber gerade wieder im Piemont weilend, präsentiere ich dieses Mal - feriengerecht - nur eine Art Zitatensammlung, allerdings zu dem ganz wichtigen Thema ‹Dekadenz im Schul- und Bildungsbereich›. Das klingt zunächst mal nicht sehr originell, denn mittlerweile sind die Schul- und Bildungsprobleme aus verfehlten Reformen auch in der Öffentlichkeit angekommen. Das war im Oktober 2020 noch nicht der Fall. Damals hatte ich in einem Gastkommentar in der NZZ mit dem Titel «Gute Gründe gegen das Stimmrechtsalter 16» die Frage gestellt, warum man ausgerechnet der handysüchtigsten Altersgruppe das Strimmrecht geben sollte.
In der Rehaklinik in Dussnang (Kanton Thurgau) zeigen sich erste bescheidene Erfolge: Gehen am Stock in kleinen Schritten. Ein Teil meiner Lebensenergie wird aber weiterhin für die Genesung vom Velosturz abgezweigt. Deshalb erlaube ich mir ein Intermezzo mit einem kurzen politischen Ratespiel.
„The March of Folly“, auf deutsch „Die Torheit der Regierenden“ der US-amerikanischen Historikerin Barbara Tuchmann war in den 1980er-Jahren ein Bestseller. Tuchman erhielt dafür den Pulitzerpreis. Sie malt dort in einem unvergleichlich anregenden Stil und mit grossem historischem und Insiderwissen das Bild von verblendeten politischen Eliten, die sehenden Auges und gegen alle Warnsignale in den Abgrund reiten. Vielleicht bietet die deutsche Politik der Gegenwart Anlass für eine Fortsetzung unter dem Titel „The March of Folly 2.0“?
In seinem heutigen Memo kommentiert Markus Somm vom "Nebelspalter" die Daten der Ausländerkriminalität für Deutschland und die Schweiz. Er zeigt für die Schweiz eine "Rangliste des Grauens".
Wer regt sich nicht auf über die abgewiesenen Asylbewerber, die untertauchen, bevor sie ausgeschafft werden können! Noch mehr kann man sich aufregen, wenn man aus den Medien erfährt, was der Hintergrund der Wahnsinnstat des Solinger Messermörders ist.