Bilderbericht mit einer kurzen Vorbemerkung
In der Sache UBS (Keller-Suter gegen Ermotti)…
… hatte ich mich als AT1-Geschädigter des CS-Debakels bereits früher aus der Froschperspektive geäussert (hier). Einen Abschnitt von damals möchte ich wiederholen, der in den aktuellen Kommentaren zu wenig vorkommt:
Was in all den Kommentaren zum CS-Debakel fehlt, ist der Hinweis auf das typische Verhalten staatlicher Behörden, die ein vorheriges Versagen ausbügeln wollen. Mit überschiessendem Handeln will man vom früheren Fehlverhalten ablenken. Wie bei COVID19, so auch bei der UBS. Nachdem man bei COVID19 vorausschauendes Handeln hatte vermissen lassen, wurden dann notfallmässig Unmengen von Masken und später Impfstoffe zu Höchstpreisen weit über dem Bedarf eingekauft, um vorherige Unterlassungen zu kompensieren. In Sachen CS-UBS-Fusion will der Bundesrat die UBS jetzt zu 25 Mrd. Franken zusätzlichem Eigenkapital zwingen, selbst unter Inkaufnahme eines gewissen Risikos, dass die UBS Konsequenzen zieht, die nicht im Interesse des Finanzplatzes und der schweizerischen Volkswirtschaft sind.
Es sind jetzt zwar ’nur‘ 16 Mrd. Doch wenn Keller-Suter sich durchsetzt, ist die Selbstverzwergung des Landes einen Schritt weiter. In solchen Momenten gibt es zur Ablenkung nichts Besseres als eine zweitägige Velofahrt mit dem stets gutgelaunten Hans Galliker ins piemontesische Kernland.
Auf nach Monforte d’Alba
Am Freitagmorgen, 25. September, nahm ich mit Jungsenior Hans Galliker den Zug von Zürich nach Capo Lago-Riva San Vitale am Südende des Luganersees.
In Capo Lage stiegen wir in den Sattel. Das Ziel des ersten Tages lag in Vercelli, ungefähr in der Mitte der Wegstrecke nach Monforte.
Diese Stadt in der Poebene war für mich schon immer ‚la capitale mondiale del risotto‘, was Google Gemini nun bestätigt: „Die Region rund um Vercelli sowie das benachbarte Novara bilden das grösste zusammenhängende Reisanbaugebiet Europas (Terre del Riso). Hier werden seit Jahrhunderten die hochwertigsten Risotto-Reissorten wie Arborio, Carnaroli und Baldo angebaut.“
Nach dem Start in Capo Lago hat man zum Einfahren 13 flache Kilometer entlang dem Seeufer. Unterwegs überquert man die Landesgrenze. Vor dem Aufstieg auf den Passo des Tedesco lohnt sich der Blick auf den Luganersee Richtung Morcote. Im Aufstieg zum Pass trafen wir auf Kunst am Bau in Form eines riesigen Freskos.
Der Passo del Tedesco, der hinüber ins Valganna führt, ist bereits die Herausforderung des Tages. Nicht sehr hoch, aber teils extrem steil. Da sagt sich der Veloveteran, ein Anstieg mit Abschnitten bis zu 16 Steigungsprozenten lieber gleich am Anfang als nach 100 Kilometern. Dem topfitten Jungsenior Hans Galliker ist das natürlich völlig egal.
Bei eher kühler Temperatur ging es am zweiten Tag weiter Richtung Süden, zuerst gut 20 Kilometer flach bis zur Brücke über den Po.
Über die Hügel des Monferrato erreicht man via Moncalvo die Provinzhauptstadt Asti. Und bald danach beginnen die Rebgebiete der Langhe mit den berühmten Anbaugebieten von Barbaresco und Barolo.
Mit 114,9 Kilometern in den Beinen kommen zum Schluss noch 100 Meter mit einer 15-prozentigen Steigung. Dafür genehmigen sich die Helden der Landstrasse zur Belohnung ein kühles Bier.


















