Wenn die Digitalisierung auf halbem Weg stecken bleibt

Ich weiss nicht, ob ein kürzliches Alltagserlebnis für einen schweizerischen Digitalisierungsrückstand symptomatisch sein könnte, ein Rückstand, der zum Beispiel im Gesundheitswesen Milliarden an Kosteneinsparungen und weitere Qualitätsfortschritte verhindert. Doch hier geht es um einen anderen Bereich.

Ich kaufte an einem Freitag auf der Auktionsplattform Ricardo ein Set gebrauchte Kaffeetassen mit Untertellern. Sehr zügig gelangte ich dort zur Bezahlfunktion mit einer Auswahl an Zahlmöglichkeiten. Ich wählte mein Postfinance-Konto, zugänglich über die Postfinance-App. Dort lässt sich der QR-Code, der online auf Ricardo erscheint, scannen und die Zahlung auf der App in Auftrag geben. Bis hierher dauerte der Prozess höchstens zwei Minuten.

Danach passierte aber drei volle Tage nichts, weil ein Wochenende dazwischenlag. Erst am Montag wurde die Zahlung bei Postfinance ausgelöst und erschien dann auf dem Konto des Empfängers. Auch unter der Woche werden Zahlungsaufträge offenbar erst am folgenden Tag ausgeführt. Wird da etwa zum Schutz des Kunden noch irgendetwas „manuell“ kontrolliert? Warum machen die elektronischen Systeme einfach mal Pause?

Antworten auf diese Fragen nehme ich gerne in der Kommentarfunktion entgegen.

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