Thomas Stocker und Meyer-Burger – eine überraschende Koinzidenz

Der Berner Klimaforscher Professor Thomas Stocker erhält den renommierten Benoist-Preis. Praktisch gleichzeitig gibt der Solar-Zulieferer Meyer-Burger bekannt, er verlagere seine Produktion von Thun nach China. Einen lockeren thematischen Zusammenhang könnte im Prinzip jeder informierte hier lebende Mensch herstellen: Stocker ist auf vielen Medienkanälen als alarmistischer Klimawarner präsent und fordert seit langem eine rasche Umstellung auf erneuerbare CO2-freie Energien. Meyer-Burger ist als Zulieferer der Solarindustrie genau auf diesem Gebiet tätig.

Für mich haben diese beiden gleichzeitigen Ereignisse aber einen ganz persönlichen engen Bezug. Vor einigen Jahren war ich als Kritiker der politisierten IPCC-nahen Klimaforschung in Zürich mit Professor Stocker auf einem Podium. Im Verlauf der kontroversen Diskussion setzte Stocker zu einer geradezu euphorischen Prognose über die wirtschaftlichen Chancen und die leuchtende Zukunft der hiesigen Solarindustrie an und phantasierte über die vielen neuen Arbeitsplätze. Darauf reagierte ich mit einer Gegenprognose und stellte Stocker Folgendes in Aussicht: In wenigen Jahren könnten wir all die Solarzellen und -panels und was technologisch so dazugehört von den Chinesen zum halben Preis oder noch günstiger kaufen.

Es dauerte danach kaum zwei Jahre, bis in der europäischen Solarindustrie wegen der Konkurrenz aus China und grossen Überkapazitäten der Katzenjammer ausbrach. Als dann die Krise mit hohen Verlusten und Firmenkonkursen so manifest wurde, dass sie auch von Professor Stocker kaum ignoriert werden konnte, sandte ich ihm eine Nachricht mit der bekannten Volksweisheit als kostenlosem Rat: SCHUSTER BLEIB BEI DEINEN LEISTEN!

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