In Ergänzung zum kürzlich publizierten Bericht über meine Ferienwohnung in Monforte d'Alba folgen hier noch ein paar Bilder aus meiner Sammlung diverser Velorunden, beginnend mit den Salite dei Campioni. Die Salite dei Campioni werden leider nicht mehr unterhalten. Allerdings werden sie im Alter auch Jahr für Jahr steiler und fallen allmählich Stück für Stück aus den fahrbaren Strecken heraus. Zwischenzeitliche Velostürze und Operationen tragen das ihre dazu bei.
Die Rückkehr in den normalen Alltag vollzieht sich nach dem Spitalaufenthalt etwas langsamer als erhofft. Das ist kein Grund, eine Blog-Pause einzuschalten. Es gibt auch leichtere Kost als üblich, zum Beispiel eine Werbesendung für meine Ferienwohnung in Monforte d'Alba. Die nachstehend gezeigten Bilder sind nicht speziell für diesen Blogpost angefertigt worden. Sie zeigen die Wohnung einfach im lebendigen Zustand des Ferienalltags.
Der leichte Rückstand auf den üblichen Publikationstakt ist medizinisch begründet. Punkt ein Jahr nach meinem Velosturz in Eschenbach (SG) lag ich vergangene Woche für eine Darmoperation wieder im Spital. Der folgende Text ist vom dort verfügbaren täglichen Lesestoff inspiriert, den der geschwächte Organismus zu verarbeiten vermochte. Da der Darm aufwärts im Magen endet, scheint der Kopf unversehrt geblieben zu sein. Ich hoffe, meine Leserschaft sieht das auch so. Sonst steht am Schluss das Kommentarfeld offen.
Im Schatten von zwei Kriegen spielen sich in unserer Sicherheitspolitik Szenen penibler Plan- und Hilflosigkeit ab. Die Schweiz beschäftigt sich erst mit ihrer abgewrackten Armee, wenn in der Nähe ein Krieg ausbricht. Nur hat „Nähe“ heute angesichts der im Einsatz befindlichen Technologien der Kriegsführung eine ganz andere Dimension als noch vor wenigen Jahren. Die Ukraine und auch der Iran demonstrieren dies gerade, der Iran noch etwas anderes: Auch ein wirtschaftlich rückständiges Land kann durch den konzentrierten Einsatz seiner Ressourcen für den Aufbau eines militärischen Drohpotenzials zu einem geopolitischen Akteur werden, siehe auch Nordkorea.
Im kürzlichen Blogbeitrag 'Tännlers Oxymoron' hatte ich festgestellt, unsere Konsensdemokratie laufe nur noch im Stottergang. Sie produziere zu oft nur noch Nullrunden oder fragwürdige Kompromisse auf kleinstem gemeinsamem Nenner der widerstreitenden politischen Akteure. Mein Ceterum Censeo lautet seit langem, wir müssten auch über die Institutionen reden. Es geht nicht darum, die direkten Volksrechte abzuschaffen, sondern sie zu optimieren. Ich präsentiere zwei Optimierungsvorschläge mit etwas unterschiedlichen Zielrichtungen.
Während des Referendums über eine grundlegende Neugestaltung der ineffizienten italienischen Justiz («Referendum Giustizia») weilte ich gerade in Monforte d'Alba im Piemont. Die Gesetzesvorlage, über die die Italiener am 22. und 23. März befanden, war eine sogenannte bestätigende Volksabstimmung (Referendum costituzionale). Da das Parlament die von der Regierung Giorgia Meloni vorgeschlagene Verfassungsreform zwar verabschiedet, die Vorlage aber nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht hatte, musste das Volk entscheiden.