Finanzmärkte

Hongkong, libertärer Traumort?

Zum Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Demokratie äusserte sich der libertäre amerikanische Ökonom John T. Wenders (1935-2006) 1998 in einem Artikel über Hongkong mit dem Titel ‹Demokratie würde Hongkong ins Verderben stürzen›. Diese Sicht stand damals in krassem Kontrast zur verbreiteten Befürchtung, was jahrzehntelang als Bastion der wirtschaftlichen Freiheit galt, würde zunehmend mit den Folgen politischer Einmischung und schwindender Autonomie zu kämpfen haben. Wenders widersprach der gängigen Gleichsetzung von Freiheit und Demokratie wie sie auch bei uns verbreitet ist.

Voll durch die Dotcom-Blase

Als ab März 2000 über einen Zeitraum von fast drei Jahren die Luft aus der Dotcom-Blase entwichen war, hatten die US-amerikanischen Indizes S&P 500 49 Prozent, der NASDAQ sogar 78 Prozent eingebüsst. Der deutsche Leitindex DAX verlor 73 Prozent. Jüngst wurde heftig diskutiert, ob 2026 die befürchtete KI-Blase an den Finanzmärkten platzen würde, verbunden mit der Frage, ob der KI-Hype mit der Internet-Euphorie von damals vergleichbar sei, und es wurde warnend an die Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende erinnert.

CS ade – Versagen der Eliten

Lange hatte ich mich mit einem Urteil über diese peinliche Geschichte zurückgehalten. Schliesslich verfüge ich über keine Insiderkenntnisse, noch besitze ich professionelle Kompetenzen in Sachen Bankenregulierung. Aber als Opfer der Notfalllösung fühle ich mich mit etwas Verspätung doch berechtigt, aus der Froschperspektive meine persönlichen Einschätzungen darzulegen. Ich bin also formell befangen, da an einer von US-amerikanischer Seite angestrengten Sammelklage beteiligt. Dass ich zu lange an den AT1-Bonds festhielt, hängt mit einer Fehleinschätzung zusammen.

Schönes Verlustgeschäft!

Diese Woche wurde ihr Blog-Autor von einer Grippe niedergestreckt. In der noch andauernden Phase der Rekonvaleszenz erlaube ich mir einen nicht so anstrengenden Beitrag. Heute nahm es mich wunder, wie sich eine bestimmte Anlagekategorie entwicklet hat, von der ich mich vor einiger Zeit getrennt hatte. Seit Beginn im Jahr 2007 erzielte die Investition eine annualisierte „Rendite“ von minus 6,24%!